Neue länderübergreifende Kooperation sichert Arbeit der Frauenhäuser

Darauf haben Frauenhaus-Mitarbeiterinnen beider Länder lange gewartet: Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit und Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele haben sich auf eine engere Zusammenarbeit der Frauenhäuser verständigt.

Konkret geht es um eine Ausgleichsregelung bei der Finanzierung der Einrichtungen. Dazu die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies: „Da es so ist, dass mehr Frauen aus Hamburg Schutz in Frauenhäusern in Schleswig Holstein suchen als umgekehrt, wurde vereinbart, dass sich Hamburg jährlich an den Kosten in Schleswig-Holstein beteiligt. Es geht um eine Summe in Höhe von 130.000 Euro.“ Das sorge für eine breitere finanzielle Basis, denn in Hamburg gebe es aktuell fünf, in Schleswig-Holstein 16 Schutzeinrichtungen – drei davon liegen im Kreis Pinneberg. Außerdem, so Raudies weiter, werde es eine Koordinierungsstelle, angesiedelt in Hamburg, geben, die in Not geratene Frauen bei der Suche nach Frauenhausplätzen unterstützen werde. Hierbei beteilige sich Schleswig-Holstein mit 30.000 Euro im Jahr. Bereits Anfang 2014 soll diese Vereinbarung sowohl dem Hamburger Senat als auch dem Schleswig-Holsteiner Kabinett vorgelegt werden. Beate Raudies: „Dank dieser Vereinbarung kann Frauen künftig schneller und unbürokratischer über Ländergrenzen hinweg geholfen werden.“