Wohnen, Digitalisierung, Kinderbetreuung: In Klein Offenseth-Sparrieshoop tut sich eine Menge

Ich besuche regelmäßig die BürgermeisterInnen in den Kommunen meines Wahlkreises. Gerade war ich mit unserem Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann zu Gast bei Günther Korff, dem Bürgermeister von Klein Offenseth-Sparrieshoop.

Hier ist Wohnen ein großes Thema. Für ein geplantes Baugebiet gibt es bereits 300 Bewerbungen für die Grundstücke. Wohnen im Grünen, mit eigenem Garten – dieser Trend ist seit Jahren ungebrochen und hat seit Corona einen noch höheren Stellenwert.
Nun belässt es die Gemeinde erfreulicherweise nicht bei der Ausweisung eines Wohngebietes, sondern legt bei der Dorfentwicklung moderne Maßstäbe an. So komme es laut Günther Korff auch darauf an, den Standort mit Grünanlagen und Freizeitflächen, sprich, Dorfwald und Gemeindepark, aufzuwerten. Das schaffe Wohnqualität, denn die Leute wollen sich generationenübergreifend ja auch mal treffen.
Ich bin der Auffassung, dass auch bei der Planung der Wohnräume auf die jeweiligen Bedürfnisse der Menschen geachtet werden muss. So benötigen ältere Leute barrierefreie Wohnungen. Und junge Menschen können sich eher kleinere Wohnungen leisten. Das muss auch angeboten werden, wenn man die jüngere Generation im Dorf halten will.
Günther Korff ist der gleichen Auffassung. Er berichtet uns, dass er sich für öffentlich geförderten Wohnungsbau ausspricht.

Ein weiteres, wichtiges Thema ist das Angebot für Familien mit Kindern. Das „Lernhus“ und die Grundschule müssen modernen Anforderungen angepasst werden. Viele der 216 Kinder, die die Grundschule besuchen, essen Mittag in der Schule. Bislang nehmen 60 Jungen und Mädchen an den Betreuungsangeboten der Lebenshilfe teil. Die Nachfrage steigt jedoch. Und wie unser MdB Ernst Dieter Rossmann vermutet, wird der Bedarf nach dem 2025 geplanten Rechtsanspruch für alle Kinder auf diese Angebote, noch steigen. Also muss die Gemeinde mehr Geld in die Hand nehmen.

Rossmann: „Experten gehen dann von Teilnahmequoten bis zu 80 Prozent aus.“ 3,5 Milliarden Euro an Zuschüssen durch den Bund stehen bisher zur Unterstützung für die Kommunen in Deutschland bereit, die bis 2028 ausgegeben werden müssen. Rossmann: „Wenn in Klein Offenseth-Sparrieshoop zusätzliche Gruppenräume oder Mensaflächen und vieles mehr benötigt werden, sind genau für solche Zwecke die entsprechenden Zuschüsse vorgesehen.“ Das gelte auch für Umbaumaßnahmen in vorhandenen Räumlichkeiten, die in Klein Offenseth-Sparrieshoop mit neuen Planungen für die Feuerwehr in unmittelbarer Nähe des Bildungszentrums frei werden könnten.

Ich freue mich, dass die Gemeinde in Sachen Digitalisierung richtig gut aufgestellt ist. Die Glasfaserleitungen in der Gemeinde sind gelegt und bieten einen Anschluss, selbst bis zu den Häusern im Hochmoor. Auch Schule und Bürgerhaus sind angeschlossen, wie uns Günther Korff dann gleich zeigte.
Anhand einer digitalen Karte auf einem großen Bildschirm im Sitzungssaal des Gemeindezentrums „Diekendeel“ konnte uns der Bürgermeister die Gemeinde detailgenau aufrufen, von den Flächen im geplanten Dorfpark bis zum wichtigen AKN-Bahnhof, dessen Ausstattung für Bike-and-Ride-Mobilität noch weiter verbessert werden soll.

Mir hat es sehr gut gefallen, was uns da vorgestellt wurde. Ich bin gespannt, wie sich die Pläne entwickeln, und komme gerne wieder vorbei!