Meine Wochennotizen

Woche 26 – 2020 | 22. – 28. Juni

Montag, 22. Juni:

Gegen Mittag habe ich einen Gesprächstermin mit Jan Hayunga, dem Chef der gleichnamigen Edeka-Märkte. Es geht um die Corona-Krise, was wir daraus lernen können und wie sich der Einzelhandel künftig aufstellen wird. Der Einzelhandel hatte während des Lockdowns nicht nur mit Lieferengpässen und Hygieneauflagen zu tun, sondern auch mit berechtigten Sorgen der Beschäftigten und KundInnen. Die MitarbeiterInnen in den Supermärkten haben jedenfalls einen tollen Job gemacht!
Danach muss ich zum Arzt, mein Heuschnupfen ist dieses Jahr recht schlimm.
Abends läuft die letzte Video-Sitzung mit meiner Elmshorner Fraktion!

Dienstag, 23. Juni:

Heute ist letzter „offizieller“ Landtagsfraktionssitzungstag vor der Sommerpause. Start ist ab 9 Uhr mit der Sitzung des geschäftsführenden Vorstands.
Weiter geht es ab 10 Uhr mit der Fraktionssitzung. Hier gibt es für alle erstmal ein Eis. Unser Fraktionsvorsitzender Ralf Stegner berichtet über ein Pressegespräch zur Akteneinsicht in Sachen des entlassenen Innenministers Hans-Joachim Grote.
Fazit: Der Ministerpräsident kann Minister entlassen, wie er will – aber wenn er was dazu sagt, muss er die Wahrheit sagen! Ich fand es interessant, wie diese Fakten von den Medien aufgegriffen wurden – liest man die Kieler Nachrichten und dann die Medien des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages ergeben sich erstaunlich unterschiedliche Perspektiven.
Außerdem gibt es einen Rückblick auf die vergangene Landtagssitzung, und wir besprechen Themen für die Sommerpause. Auch die angekündigten Schließungen der Karstadt-Kaufhäuser beschäftigen uns – unsere Solidarität gilt allen ArbeitnehmerInnen.
Direkt anschließend habe ich eine Telefonkonferenz mit den SprecherInnen für Familie, Frauen und Jugend aus Bundestags- und Landtagsfraktionen. Es gibt aktuelle Infos zum Konjunkturpaket. Außerdem wird klar: Jamaika muss Gas geben, damit das Geld aus Berlin in Schleswig-Holstein ausgegeben werden kann. Daran hapert es noch, und das darf nicht sein.
Nach dem Mittagessen mache ich eine schöne Pause in der Sonne an der Förde!
Außerdem gibt Bildungsministerin Karin Prien heute eine Pressekonferenz zum neuen Schuljahr. Das wird nicht einfach, und ich frage ich, ob Prien Probleme unterschätzt. Denn: Für das Schuljahr 2020/21 müsste es eigentlich Kürzungen in den Lehrplänen geben, um Raum für Offengebliebenes aus dem Schuljahr 2019/20 zu schaffen. Sinnvoll erscheint die Bildung von Lehrkräfteteams, bestehend aus Lehrkräften, die im Präsenzunterricht eingesetzt werden, und weiteren pädagogischen Fachkräften (z.B. Angehörige einer Risikogruppe oder Lehramtsstudierende), die von zu Hause aus den Fernunterricht in Absprache mit den Präsenzlehrkräften gestalten oder für regelmäßige, fachbezogene Sprechstunden per Telefon oder Videokonferenz zur Verfügung stehen. Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres muss sichergestellt werden, dass alle SchülerInnen Phasen des Fernunterrichts wahrnehmen können. Dazu gehört, sie ggf. mit Leihgeräten auszustatten und sicherzustellen, dass sie auch ins Internet kommen. Lernmittelfreiheit muss auch für digitale Endgeräte gelten!
Zum Tagesabschluss habe ich noch ein Gespräch mit unserer Landesvorsitzenden Serpil Midyatli im Walter-Damm-Haus.

Mittwoch, 24. Juni:

Heute mache ich ein spannendes Experiment: Ich fahre mit dem Zug nach Flensburg zur Sitzung des Vorstands des Büchereivereines. Der Zug ist ziemlich leer, und ich trage die ganze Zeit eine Maske… Hut ab vor allen, die jeden Tag mit dem ÖPNV unterwegs sein müssen!
Aber ich bin schneller als mit dem Auto in Flensburg. Dort angekommen, wird erstmal der Standort der Büchereizentrale besichtigt. Dann tagen wir unter Corona-Bedingungen im ehemaligen Lesesaal.
Zum Abschluss gibt es Smörrebröd – wir sind schließlich in Flensborg!
Mit Bahn geht es auch zurück, übrigens ist der Zug dann pünktlich wieder in Elmshorn.
Ich muss mich sputen, denn ich habe noch einen Termin in der Drostei in Pinneberg.

Donnerstag, 25. Juni:

Ich habe eine Verwaltungsratssitzung der Elmshorner Sparkasse. Wir stellen bei der Jahresabschlussbesprechung fest: Unsere Sparkasse hält sich gut. Die Geschäftsbedingungen unter Corona-Voraussetzungen sind schwierig – das Zinsniveau ist noch einmal gesunken.
Am Nachmittag habe ich mit unserem Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann ein Treffen mit der Leitung des Pflegeheims in Barmstedt.
Anschließend geht es gleich weiter nach Klein Nordende. Dort ist ein Infoabend der Gemeinde zum Projekt Radschnellwege Hamburg -Elmshorn. Sehr interessant, denn das Projekt kannte ich bisher nur aus der Zeitung. Ich nutze die Gelegenheit für Nachfragen und Gespräche mit Projektverantwortlichen. Ich finde die Idee toll – auch, wenn die Wenigsten gleich von Elmshorn nach Hamburg fahren werden. Nichtsdestotrotz sind auch bessere Radverbindungen zwischen Elmshorn und Tornesch, beziehungsweise Pinneberg, wichtig und nötig!

Freitag, 26. Juni:

Heute habe ich einen Frisörtermin unter Corona-Bedingungen.
Dann fahre ich nach Kiel. Dort habe ich mit unserem Fraktionsvorsitzenden Ralf Stegner ein Gespräch in Sachen Provinzial-Fusion.
Anschließend gibt es wieder ein Treffen der roten Strategie-Runde.
Dann kann ich den Sommerabend auf der Terrasse genießen.

Sonnabend, 27. Juni:

Ein toller Sommertag in Elmshorn. Er beginnt mit einem Besuch auf dem Buttermarkt und einem Frühstück im Garten!
Als Fußballfan freue ich mich, dass Werder Bremen es in die Relegation geschafft hat!

Sonntag, 28. Juni:

In der Nacht ist es etwas abgekühlt, also gerade richtig für den ersten Besuch im Freibad zum 1000-Meter-Schwimmen. Ich rechne morgen mit Muskelkater.
Abends kommen Freunde zum Paella-Essen.