Kein Geld vom Land fürs Baumschulmuseum – aber viele Fördermöglichkeiten

Keine dauerhafte finanzielle Förderung vom Land fürs einzige deutsche Baumschulmuseum -  eine wichtige Einrichtung mit großer Strahlkraft, die bei uns im Kreis Pinneberg ansässig ist – das ist die Antwort auf einen Brief der SPD-Landtagsabgeordneten Beate Raudies an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Die Elmshorner Politikerin hatte in ihrem Schreiben an das Ministerium um finanzielle Unterstützung für diese einzigartige Einrichtung gebeten. Allerdings sei es möglich, so heißt es im Antwortbrief weiter, Einzelprojekte mit entsprechenden Programmen zu fördern und finanzielle Unterstützung zu unter anderem Inventarisierung, Dokumentation und Forschung zu erhalten. Weiterhin könne sich die Einrichtung an die Aktivregion Marsch und Geest wenden, wenn es um befristete Projektangebote, wie zum Beispiel Ferienprogramme und andere außerschulische Projekte, geht.
Sehr positiv werden die Zertifizierungsbemühungen des Baumschulmuseums bewertet. „Das ist wichtig, damit Qualifizierungs-, Fortbildungs- und Weiterentwicklungsangebote wahrgenommen werden können“, so Beate Raudies.
Sie bedauert die abschlägige Entscheidung des Ministeriums, ermutigt die Leitung des Baumschulmuseums jedoch, die Projektfördermöglichkeiten auf jeden Fall wahrzunehmen. „Das Baumschulmuseum zeigt die Entwicklung eines immens wichtigen Wirtschaftszweiges im Kreis Pinneberg. Der Bestand muss gesichert sein – auch vor dem Hintergrund des großen ehrenamtlichen Engagements jener Menschen, die es errichtet haben und betreiben“, betont die Elmshorner Abgeordnete.
Das von Ehrenamtlichen mit großer Sorgfalt geschaffene und betriebene Baumschulmuseum in Pinneberg ist der Anlaufpunkt zum Erleben und Verstehen des Pinneberger Baumschullandes. Das bereits seit 1994 bestehende Museum ist das einzige Baumschulmuseum Deutschlands. Der 2001 gegründete Förderverein unterstützt mit seinen Mitgliedsbeiträgen die ehrenamtliche Tätigkeit des Teams. Auf dem Rundgang durch die Dauerausstellung erfahren Besucher anhand von sechs Stationen wie Baumschulen arbeiten.
Mit etwa 4200 Hektar gehört das Pinneberger Baumschulgebiet zu den größten Europas.