Straßensanierung in der Seestermüher Marsch soll erst 2022 kommen

Wieso wird ausgerechnet die Sanierung der Landesstraße L 109 so spät angepackt?

Die L 109 verbindet als wichtigste Verkehrsverbindung Seester und Seestermühe mit Elmshorn. Sie ist – von Norden kommend – die schnellste Verbindung in die Marsch und entlastet damit die Ortsdurchfahrten der B 431 in Elmshorn und Klein Nordende. Außerdem verkehren auf der L 109 die Busse des HVV, die die Schülerinnen und Schüler zu den Elmshorner Schulen und zum Bahnhof Elmshorn bringen.
Die Straße ist seit längerem in einem schlechten Zustand, so dass die Verkehrsaufsicht des Kreises Pinneberg bereits mehrfach Tempobeschränkungen anordnen musste. Der schlechte Zustand der L 109 ist dem Wirtschaftsministerium schon lange bekannt. Aus Geldmangel und wegen angeblich geringer Verkehrsbedeutung ist die Sanierung immer wieder verschoben worden.
Beate Raudies: „Die Sanierung dieser Straße muss zügig erfolgen, denn dort befinden sich die Sammelpunkte für die Evakuierung im Katastrophenfall. Muss die Sicherheit der Menschen nicht höchste Priorität haben, Herr Wirtschaftsminister?“

Hintergrund: Wirtschaftsminister Bernd Buchholz hat ein 360-Millionen-Euro-Sanierungsprogramm für die Landesstraßen angekündigt.
Kurios ist nur, dass der Pinneberg – eine Region mit hoher Verkehrsdichte und der höchsten wirtschaftlichen Wertschöpfung – laut Land Schlusslicht im Sanierungsplan ist. Er bekommt bis 2022 insgesamt nur 26 erneuerte Kilometer.