Bahnchaos: Auch im südlichen Schleswig-Holstein warten die Menschen auf Entschädigung, Herr Minister!

Die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies wies Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) bereits vor vier Wochen auf das Chaos und die massiven Einschränkungen hin, die PendlerInnen aufgrund der Bautätigkeiten der Deutschen Bahn auf der Strecke Pinneberg-Elmshorn hinnehmen mussten.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies wies Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) bereits vor vier Wochen, am 4. April 2018, auf das Chaos und die massiven Einschränkungen hin, die PendlerInnen aufgrund der Bautätigkeiten der Deutschen Bahn auf der Strecke Pinneberg-Elmshorn hinnehmen mussten.

Und erneut musste Beate Raudies den Minister daran erinnern, doch bitte auf die Fragen zu antworten. Am 3. Mai 2018 – nach vier Wochen und am Ende der Bauarbeiten – kam die Antwort. „So räumt der Minister unter anderem ein, dass die PendlerInnen in der Region aufgrund der schlechten Detailplanung des Ablaufs von Schienenersatzverkehr und der unzureichenden Kommunikation unverhältnismäßig leiden mussten“, berichtet die Elmshorner Politikerin, die bereits deutlich vor den Bauarbeiten bei der Deutschen Bahn und beim Wirtschaftsministerium darauf gedrängt hatte, sich um ein vernünftiges Baustellenhandling zu bemühen, „damit wir nicht wieder so ein Chaos präsentiert bekommen, wie bei vorangegangenen Modernisierungsmaßnahmen und den tagelangen Aufräumarbeiten nach Sturmschäden.“

Doch wie sich herausstellt, konzentriert sich Bernd Buchholz eher um die PendlerInnen im nördlichen Schleswig-Holstein, setzt hier sogar Entschädigungen für die Fahrgäste durch, die von Itzehoe nach Westerland unterwegs sind. „Das ist zunächst einmal eine gute Sache. Aber hier, in der Metropolregion, haben wir deutlich höhere Fahrgastzahlen.“ Da Buchholz in dem aktuellen Brief einräume, die PendlerInnen hier vor Ort hätten wieder mal unverhältnismäßig zu leiden gehabt, „ist nicht einzusehen, weshalb gerade diese BürgerInnen nicht entschädigt werden.“ Mit keinem Wort gehe der Minister auf diese Frage ein.

Nach wie vor fordert die Landtagsabgeordnete, dass auch die BahnnutzerInnen aus der Region, die wochenlang diesen unhaltbaren Zuständen entlang der Strecke Pinneberg-Prisdorf-Tornesch-Elmshorn ausgesetzt waren, angemessen entschädigt werden, schließlich hätten sie für ihr Geld, das sie für die Tickets ausgegeben haben, keine vernünftige Leistung erhalten. „Lassen Sie die Menschen im südlichen Schleswig-Holstein nicht im Stich, Herr Minister“, betont die Elmshorner Politikerin.